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FAQ - Oft gestellte Fragen

Das Angebot der 24-Stunden-Betreuung

Die 24-Stunden-Betreuung ist für Menschen mit einem Hilfe- und Unterstützungsbedarf ab der Pflegegeldstufe 3, (Pflegegeldstufe 1 und 2 bei Demenzerkrankung) gedacht oder wenn die ständige Anwesenheit einer Betreuungskraft erforderlich oder wünschenswert ist. Die betreuten Personen können damit in ihrer gewohnten Umgebung verbleiben.

Welche Aufgaben erfüllen die PersonenbetreuerInnen?

Haushaltsnahe Dienstleistungen wie zum Beispiel:

  • Zubereitung von Mahlzeiten

  • Erledigung von Besorgungen

  • Reinigungstätigkeiten

  • Hausarbeiten und Botengänge

  • Auf ein gesundes Raumklima achten

  • Betreuung von Tieren und Pflanzen

  • Wäscheversorgung (waschen, bügeln, etc.)

  • Kleine Gartenarbeiten (Pflanzen gießen, umtopfen etc.)

Unterstützung bei der Lebensführung wie zum Beispiel:

  • Gestaltung des Tagesablaufs

  • Hilfestellung bei alltäglichen Verrichtungen

  • Gesellschafterfunktion (wie z.B. Gesellschaft leisten, führen von Konversation, Begleitung bei diversen Aktivitäten

  • Unterstützung bei Ortswechsel oder bei der Organisation der Personenbetreuung (z.B. Termine vereinbaren etc.)

Pflege und Delegation von Tätigkeiten

Nach dem Gesundheits- und Krankenpflegegesetz (GuKG § 3b(1)) sind Personenbetreuerinnen befugt, im Einzelfall einzelne pflegerische Tätigkeiten an der betreuten Person auszuüben, wenn aus medizinischer/pflegerischer Sicht keine Gründe dagegen sprechen (d.h. wenn die Gesundheit der betreuten Person durch die Durchführung der Tätigkeit nicht gefährdet ist).
Sobald Umstände vorliegen, die aus medizinischer/pflegerischer Sicht eine Delegation/Subdelegation dieser Tätigkeit erfordern, dürfen diese Tätigkeiten nur nach einer Delegation/Anweisung durch einen Arzt/eine Ärztin, oder durch eine diplomierte Gesundheits- und Krankenpflegeperson durchgeführt werden.

Welche Voraussetzungen müssen erfüllt sein?

Die Betreuungskraft muss bei der Gewerbebehörde einen Gewerbeschein (freies Gewerbe „Personenbetreuung“) anmelden. Alle damit zusammenhängenden Aufgaben übernimmt Ländlebetreuung.
Die Personenbetreuer/innen dürfen nur Tätigkeiten lt. § 159 Gewerbeordnung und § 3b bzw. § 15 Gesundheits- und Krankenpflegegesetz unter Einhaltung bestimmter Regelungen lt. § 50 Ärztegesetz, durchführen.
Die selbständigen Personenbetreuer/innen verfügen über Deutschkenntnisse und haben in der Regel eine in ihrem Heimatland abgeschlossene Ausbildung (zumindest heimhilfeähnliche Ausbildung).

Wie viel kostet eine 24-Stunden-Betreuung bei „Ländlebetreuung“?  

Die Gesamtkosten setzen sich aus dem Honorar der BetreuerIn, deren Sozialversicherungsbeiträge (SVA Gewerb. Wirtschaft) sowie dem Ersatz der Fahrtkosten und einem Monatsbeitrag zusammen.
Hinzu kommt noch der Sachaufwand für Unterkunft und Verpflegung der Betreuerin.
-> Siehe: aktuelle Kosten- und Preisbeispiele

Die Gesamtkosten pro Monat werden Ihnen vor Auftragserteilung verbindlich angeboten.
Die Preise für die 24-Stunden-Betreuung hängen von dem Gesundheitszustand des Pflegebedürftigen ab, von der Anzahl der zu pflegenden Personen, vom Umfang der Arbeiten sowie von der Qualifizierung und den Sprachkenntnissen des Betreuungspersonals.
Die BetreuerInnen sind als selbständige PersonenbetreuerIn (Gewerbetreibende) tätig, daher handelt es sich nicht um ein Arbeitsverhältnis gemäß dem Arbeitsrecht. Alle Rechte und Pflichten einschließlich der vereinbarten  Entlohnung sind Inhalt des Vertrages zwischen dem Betreuungspersonal und des Pflegebedürftigen. Es entsteht ein Werkvertrag über die Leistung einer Personenbetreuung gemäß § 159 GewO. Die Preise sind in der Regel endgültig, jedoch kann eine außerordentliche Situation oder eine Forderung seitens des Pflegebedürftigen die Höhe beeinflussen.
Die Gesamtkosten sind vor Ende des Turnusses an uns zu bezahlen. Das Honorar, der Versicherungsbeitrag sowie die Fahrtkosten werden von uns treuhänderisch eingehoben und direkt ohne Abzug an den jeweiligen Leistungsempfänger bezahlt.

Wie läuft eine 24-Stunden-Betreuung ab?

Im Rahmen eines persönlichen Erstgesprächs erfolgt eine Einschätzung des Gesundheitszustands. Gemeinsam mit dem hilfebedürftigen Menschen und seinen Angehörigen wird der Betreuungsbedarf erhoben und die erforderlichen Rahmenbedingungen und Regelungen für eine 24-Stunden-Betreuung besprochen. Anhand der Anforderungen werden geeignete PersonenbetreuerInnen ausgewählt, Ihnen mittels kurzem Lebenslauf vorgestellt und ggf. dann an Sie vermittelt. Im nächsten Schritt erfolgt die Einführung der Betreuungskräfte in den Haushalt. Die laufende Begleitung erfolgt durch regelmäßige Betreuungsvisiten durch Ländlebetreuung.

Besitzen die BetreuerInnen eine pflegerische Ausbildung?

In der Regel muss die BetreuerIn folgendes nachweisen:

  • Haushaltshilfen haben in der Regel keine pflegerische Ausbildung.

  • PersonenbetreuerInnen haben in der Regel Kursbestätigungen und Zertifikate etc., die sie zur Ausübung befähigen.

  • Das Pflegepersonal muss eine entsprechende Ausbildung besitzen.

  • Die BetreuerInnen sind verpflichtet, vor der Vertragsunterzeichnung die gültigen Papiere (Zertifikate etc.) vorzulegen, Dipl. Krankenschwestern auch das Abschlusszeugnis. 

Sprechen die BetreuerInnen gut Deutsch und woher kommen sie?

Die angehenden BetreuerInnen verfügen über Deutschkenntnisse werden nach ihren Sprachkenntnissen bei uns (Note 1 – 5) eingestuft. Es gibt natürlich Unterschiede beim Sprechen und der aktiven Kommunikation. Bitte geben Sie ihr/ihm ein paar Tage Zeit, um sich in die neue Situation einzugewöhnen. Manche können sich mitteilen und sind sehr froh, wenn Sie am Anfang von Ihnen eine entsprechende Unterstützung erhalten. Andere wiederum – und dies sind die Meisten - sprechen sehr gut Deutsch und können mit unserem Dialekt umgehen.
Unsere BetreuerInnen kommen vorwiegend aus Ungarn, Serbien oder der Slowakei.

Was sind die Rahmenbedingungen?

Die Betreuerin bzw. der Betreuer muss für die Dauer der Anwesenheit ein eigenes Zimmer  zur Verfügung haben. Weiters muss die Mitbenützung von Bad und Küche  sichergestellt sein. Kost und Logis sind für die BetreuerIn frei.

Meldet „Ländlebetreuung“ die BetreuerInnen an?  

Einer der Vorteile von Vermittlung von BetreuerInnen durch Ländlebetreuung ist, dass wir Ihnen auch bei der Anmeldung des Pflegepersonals zur Verfügung stehen.
Beim ersten Zusammentreffen der BetreuerIn mit dem Pflegebedürftigen muss ohne Verzug innerhalb von drei Arbeitstagen die BetreuerIn beim Wohnsitzgemeindeamt für einen temporären Aufenthalt (mit Nebenwohnsitz) angemeldet werden. Dies übernimmt Ländlebetreuung auch gerne für Sie.
Weiters werden die BetreuerInnen von uns bei den zuständigen Ämtern und Behörden (wie BH, WKO, Finanzamt, SVA u.ä.) an-, um- oder abgemeldet.

Wie geht das mit der Förderung?

Ländlebetreuung unterstützt Sie auch bei der Beantragung des staatlichen Zuschusses, den der Pflegebedürftige direkt bezieht, wenn alle notwendigen Voraussetzungen erfüllt werden. Der Antrag muss jedoch direkt von Ihnen gestellt werden.

Die Kriterien für die Förderung der 24-Stunden-Betreuung sind:

  • Anspruch auf Pflegegeld ab der Stufe 3

  • Bei Bezug von Pflegegeld der Stufe 3 und 4 ist eine Förderung nur mit ärztlicher Bestätigung möglich

  • Die Einkommensgrenze von € 2.500,00 monatliches Netto-Gesamteinkommen der zu betreuenden Person (Pflegegeld, Wohnbeihilfe etc. zählen nicht zum Einkommen)

Die Förderung für die 24-Stunden-Betreuung kann beim Sozialministeriumservice beantragt werden und beträgt:

  • € 275,-- (monatl.) für eine Betreuungskraft

  • € 550,-- (monatl.) für zwei Betreuungskräfte

Nähere Informationen erhalten Sie beim Sozialministeriumservice unter www.sozialministeriumservice.at/site/Pflege/24-Stunden-Betreuung

Was ist, wenn der Pflegebedürftige mit der BetreuerIn nicht zufrieden ist?

Die 24-Stunden-Betreuung ist nicht nur ein Beruf, sondern auch der Wunsch, einem Menschen in Not zu helfen. Das Betreuungspersonal ist geschult, auch problematische Situationen, die während der Pflege entstehen können, gemeinsam mit Ländlebetreuung zu lösen. Aus eigener Erfahrung wissen wir, dass nach Arbeitsbeginn die ersten fünf Tage am herausforderndsten sind. Bei Unzufriedenheit des Pflegebedürftigen oder des Betreuungspersonals wechseln wir auf Verlangen schnellstmöglich. Die Chemie zwischen dem Pflegebedürftigen und dem Pflegepersonal muss stimmen, damit das gemeinsame Zusammenleben erfolgreich ist.

Um dies zu gewährleisten wird auf folgende Aspekte großer Wert gelegt:

  • Gegenseitige Wertschätzung

  • Gewährung von Einarbeitungszeit und Unterstützung der BetreuerIn zu Beginn

  • Bereitschaft, Hilfe anzunehmen

  • Einhaltung von Freiräumen und Freizeitregelungen

Zugegeben, auch wir haben unsere Grenzen. Aber wie sagt man bei uns im Ländle „Mit reda kummand d`Lüt zämmad“

Wie findet der erste Kontakt mit dem Pflegebedürftigen statt und wie werden die BetreuerInnen ausgewählt?

Nach Vertragsabschluss besprechen wir immer das Datum und die Zeit der Ankunft der BetreuerIn. Bei schlechtem Wetter oder unvorhergesehenen Umständen kann sich die Ankunft der BetreuerIn verzögern, was aber nur in Einzelfällen vorkommt. Vor dem Beginn der 24-Stunden-Betreuung bei dem Pflegebedürftigen muss die BetreuerIn ein gründliches Auswahlverfahren bei uns durchlaufen. Wir prüfen, ob der Pfleger bzw. die Pflegerin fähig ist, diese Tätigkeit auszuüben. Weiters prüfen wir die Qualifikation, die Sprachkenntnisse und den Leumund der BetreuerIn. Wir verfügen über zahlreiche verifizierte und erfahrene BetreuerInnen mit oft mehrjähriger Praxis.

Wie lange dauert ein Turnus? Kann die Dauer bei Bedarf angepasst/modifiziert werden?

Die Länge eines Turnus hängt davon ab, wie aufwändig die Arbeit und wie der Gesundheitszustand des Pflegebedürftigen ist. Es ist nötig, die psychische und körperliche Belastung zu kennen, die das Pflegepersonal besitzen muss, damit der Pflegebedürftige während der ganzen Zeit gut gepflegt werden kann. Für die BetreuerInnen dauert ein normaler Turnus vier Wochen. Nach Absprache können wir die Dauer auch entsprechend der Anforderungen (z.B. bei Verschlechterung des Gesundheitszustandes des Pflegebedürftigen) anpassen.

Wird die Pflege immer von den gleichen BetreuerInnen ausgeübt?

In erster Linie haben wir alle Interesse daran, dass die gleichen BetreuerInnen den Pflegebedürftigen während des ganzen Zeitraums betreut. Aus Erfahrung wissen wir, wie herausfordernd die Zusammenarbeit der BetreuerInnen mit dem Pflegebedürftigen sein kann und wie lange eine Anpassung dauern kann. Nur auf ausdrückliches Verlangen des Pflegebedürftigen oder des Betreuungspersonals machen wir einen Austausch

Wie ist die rechtliche Situation der Betreuerinnen und Betreuer?

Die BetreuerInnen haben das Gewerbe als selbständige PersonenbetreuerIn angemeldet und arbeiten selbständig. Aufgrund der neuen Dienstleistungsfreiheit (Entsendegesetz) nach dem Recht der Europäischen Union (EU) können sie legal in der EU, also auch in Österreich, arbeiten.

Wie sind die Arbeitszeiten?

Die Arbeitszeit/Freizeit können Sie individuell mit den Betreuerinnen bzw. Betreuern vereinbaren. Sie sind selbständig tätig und unterliegen diesen Rechtsvorschriften. Entsprechende Erholungsphasen und ausreichend Schlaf sind unabdingbar!

Wie sind die Kündigungsfristen?

Der laufende Vertrag einer Langzeitbetreuung kann in jedem Fall entweder unter Einhaltung einer zumindest zweiwöchigen Frist jeweils zum 15., zum Monatsletzten oder aus wichtigem Grund fristlos schriftlich gekündigt werden. Der laufende Vertrag einer Kurzzeitbetreuung kann in jedem Fall entweder unter Einhaltung einer zumindest einwöchigen Frist jeweils zum 15., zum Monatsletzten oder aus wichtigem Grund fristlos schriftlich gekündigt werden.
Die Praxis ist aber: Wenn Sie mit der Betreuerin nicht zufrieden sind bzw. die Betreuerin sich nicht wohl fühlt bei Ihnen macht es Sinn, dass zum schnellstmöglichen Termin gewechselt wird bzw. die Betreuung beendet wird.
Da steht das Wohl des Pflegebedürftigen im Vordergrund – eben Pflege mit Herz!

Wie findet der Wechsel der Betreuerinnen und Betreuer statt?

Die BetreuerInnen kommen mit dem Kleinbus direkt zu Ihnen. Der Wechsel ist meistens nahtlos. Dh. beide BetreuerInnen sind dabei gleichzeitig vor Ort, um eine einwandfreie Übergabe zu vollziehen.

Wann und wie kann ich „Ländlebetreuung“ erreichen?

Unsere Mitarbeiterin, Frau Kristina Elsäßer, ist zu den üblichen Bürozeiten telefonisch unter der Nummer 0043 (0)5574 44400 erreichbar bzw. können Sie uns jederzeit eine telefonische Nachricht hinterlassen.
Unsere Antworten haben wir nach bestem Wissen und Gewissen gemacht, stellen aber keinen Anspruch auf Vollständigkeit dar sondern dienen Ihnen lediglich als Orientierung. Bei weiteren Fragen wenden Sie sich gerne an uns (wir bemühen uns umgehend um Abklärung) oder die jeweiligen Ämter und Behörden. Wir verweisen ausdrücklich darauf hin, dass sämtliche gesetzlichen Vorschriften und Bestimmungen einzuhalten sind.

Lochau, im Juni 2016
Änderungen, Fehler und Irrtümer vorbehalten.

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